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Blick
über den
Plattenrand |
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| Emil
Berliner am 20.Mai 1851 als Sohn des Kaufmannes Samuel Berliner und seiner Frau Sarah in Hannover geboren, wuchs er mit 12 Geschwister in bescheidenen Verhältnissen auf. Schon mit 14 Jahren mußte Emil Berliner zum Unterhalt seiner Familie beitragen und tat dies mit Arbeiten in einer Druckerei und später in einem Krawattengecshäft. Ein Freund der Familie machte Emil Berliner das Angebot, bei ihm in den USA zu arbeiten. Nach dem Emil Berliner genügend Geld für die Schiffsreise zusammen hatte fuhr er mit 19 Jahren nach New York und von dort weiter nach Washington. In den USA war die Wirtschaft gerade an einem Tiefpunkt angelangt und mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit verlor auch Emil seine Anstellung. Er fand in New York Arbeit in einem Labor und entdeckte dort sein Interesse an der Elektrizitätslehre. Wieder in Washington angekommen nahm er eine Stellung als Buchhalter an. |
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Seine
Freizeit
verbrachte er aber mit der Elektrotechnik und dem Entschluß in diesem
Bereich etwas zu erfinden. Besonders widmete er sich der Verbesserung
des Telephons und baute eine Trommelfellmembran. Durch diese Erfindung
wurde man bei der Bell Telephon Company auf ihn aufmerksam. Man zahlte
ihm für seine Membrane Als Emil
Berliner begann, sich mit der Schallkonservierung zu beschäftigen
war Edison's Phonograph schon 10 Jahre Im Jahr 1887 meldete Berliner seine Erfindung zum Patent an. Das Abspielgerät, mit dem die Wiedergabe dieser Tonaufnahmen möglich war, nannte er " Grammophon " |
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| Patent
Nr. 372,786 .pdf - 1,96 mb |
Patent
Nr. 548,623
.pdf - 1,23 mb |
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Um diese
Orignale nun vervielfältigen zu können mußte Emil Berliner
ein negatives Abbild erhalten. Dies gelang ihm durch Galvanisieren. Die
so hergestellten Negative aus Kupfer waren nun die Matrizen in welche
eine thermoplastische Masse unter hoher Temperatur gepreßt wurde.
Nebengeräusche die durch den Ätzvorgang entstanden, waren auch
bei den Kopien vorhanden und so experimentierte Berliner auch mit anderen
Werkstoffen. 1897 fand erstmals ein Werkstoff aus Schellack, Schwerspat, Ruß und Kuhhaaren Verwendung. Dieser Werkstoff wurde laufend weiter entwickelt und diente lange Zeit als Plattenwerkstoff. Die Beseitigung der Nebengeräusche gelang ihm jedoch erst, als er die geätzten Zinkplatten durch Wachsplatten ersetzte. Ab diesem Zeitpunkt war die Walze von ihrem Platz verdrängt und die Platte begann ihren Siegeszug. 1898 wurde
in Deutschland mit Hilfe von Berliner's Bruder Joseph die deutsche Grammophon
Gesellschaft gegründet. |
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| Das Markenzeichen der Deutschen Grammophon AG war zu dieser Zeit der | ||||
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"
Schreibende Engel "
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Der große kommerzielle Erfolg von Berliner's Schallplatte sowie der mangelhafte patentrechtliche Schutz brachten es mit sich, daß vor allem in Europa, sich zahlreiche Unternehmer mit der Produktion von Schallplatten befaßten. Binnen weniger Jahre entwickelte sich ein schnell wachsender Industriezweig und so entstanden bis 1914 allein in Deutschland etwa 500 konkurrierende Schallplattenfirmen. Besonders hervor getan hatte sich die Firma ODEON mit den ersten doppelseitig bespielten Platten im Jahre 1904 sowie mit den Großformaten von 25 und 30 cm Durchmesser. 1909 wurde
das Markenzeichen " Schreibender Engel " durch das bekannte
Warenzeichen " His Master's Voice " |
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Francis Barraud malte dieses Bild im Jahre 1899. Ursprünglich war der Hund " Nipper " der der Stimme seines Herrn lauscht mit einem Edison Phonographen abgebildet. Barraud bot dieses Bild der Grammophon Company an, die zum Kauf bereit war wenn er den Phonographen übermalen und durch das Grammophon von Emil Berliner ersetzten würde. |
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Mit Beginn des ersten Weltkrieges wurde die Produktion von Schallplatten weltweit stark reduziert, was vor allem daran lag, daß der Handel mit Rohschellack zusammen brach. Nach Kriegsende kam die Schallplattenindustrie nur sehr langsam voran da die herrschende Wirtschaftskrise und die in dieser Zeit entstehenden Rundfunksender den Plattenverkauf sehr erschwerten. Als 1925 amerikanische und deutsche Hersteller mit elektrischen Aufnahmeverfahren auf den Markt kamen, verbesserte sich die akustische Qualität enorm und die Produktionskosten konnten stark gesenkt werden. Dies hatte zur Folge, daß die Verkaufszahlen in die Höhe stiegen und als Ende der 20er Jahre die ersten elektrischen Plattenspieler in den Handel kamen, konnten sich die Schallplattenkonzerne über schöne Umsätze freuen. 1933 begannen für die deutsche Plattenindustrie drastische Veänderungen. Über zahlreiche Interpreten wurde aus politischen und rassistischen Gründen ein Berufsverbot verhängt; Betriebe deren Eigentümer jüdischer Abstammung waren, wurden in der Zeit der NS-Diktatur enteignet bzw. aufgelöst. Während des zweiten Weltkrieges wollte das damalige Regime die Plattenindustrie durch eine Altplattenverwertung mit den benötigten Werkstoffen am Leben erhalten. Dennoch brach um ca. 1943 die Schallplattenproduktion weitgehend zusammen. Lediglich für den Bedarf des Rundfunkes wurden bis Kriegsende Platten hergestellt. 1945 nahmen
die Schallplattenfirmen die Produktion rasch wieder auf. Es entstanden
bald wieder neue Plattenmarken, da es jetzt galt den neu hinzu gekommenen
Bedarf von US-amerikanischem Jazz und Swing zu decken. 1958 wurde
die Herstellung von Schallplatten unter Verwendung von Schellack in Deutschland
und den meisten anderen europäischen Ländern eingestellt. Mit der
technischen Neuentwicklung, Schallplatten aus Polyvinylchlorid ( PVC ),
herzustellen war die Schellack Ära |